Wie alles begann – mit einer Schreibmaschine und viel Tipp-Ex
Geschrieben habe ich eigentlich schon als Kind. Damals noch auf der Schreibmaschine meines Vaters, die ich immer dann in Beschlag nahm, wenn er sie gerade nicht brauchte. Oder zumindest glaubte, sie nicht zu brauchen.
Irgendwann bekam ich zu Weihnachten meine eigene Schreibmaschine. Vermutlich nicht ganz uneigennützig – schließlich konnte mein Vater nun wieder arbeiten, ohne vorher um sein Arbeitsgerät bitten zu müssen.
Allerdings hatte die Sache einen kleinen Haken: Ich habe eine angeborene Lese-Rechtschreib-Schwäche. Entsprechend sahen meine Manuskripte aus. Manchmal war mehr weißes Tipp-Ex auf dem Papier als schwarze Buchstaben. Aber das hielt mich nicht vom Schreiben ab. Ich schrieb, weil es mir Spaß machte. Ganz einfach.
Dann kam das Leben dazwischen.
Arbeit, Verpflichtungen und später die Pflege meiner Eltern. Die Geschichten verschwanden zwar nicht, aber die Zeit, sie aufzuschreiben, schon. Also blieben sie dort, wo sie sich offenbar recht wohlfühlten: in meinem Kopf.
Über Jahrzehnte sammelten sich dort Figuren, Ideen, ganze Handlungsstränge und vermutlich auch einige Charaktere, die besser nie das Licht der Welt erblickt hätten.
Jetzt, in einem Alter, in dem ich endlich wieder mehr Zeit für mich und meine Geschichten habe, dürfen sie hinaus in die Welt.
Und die Rechtschreibung?
Die ist noch immer nicht meine größte Stärke. Aber zum Glück haben sich die Zeiten geändert. Wo früher Tipp-Ex und viel Geduld gefragt waren, helfen mir heute Word und gelegentlich auch eine KI beim Korrekturlesen.
Die Ideen, die Figuren, die Geschichten und das gelegentliche Chaos stammen allerdings nach wie vor aus meinem eigenen Kopf. Die Technik sorgt lediglich dafür, dass die Buchstaben möglichst in der richtigen Reihenfolge auf dem Papier landen.
Und ganz nebenbei: Word hat noch nie seine Schreibmaschine zurückverlangt.